Fünf Kirchengemeinden setzen auf eine gemeinsame Zukunft

veröffentlicht 07.04.2026, Evangelische Kirchengemeinde Birkenau und Reisen

Die Kirchengemeinden Gorxheimertal, Birkenau und Reisen, Mörlenbach, Zotzenbach und Rimbach haben die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Bergstraße-Odenwald-Süd gegründet. Ziel ist es, Kräfte zu bündeln, Strukturen zu vereinfachen und die kirchliche Arbeit trotz sinkender Ressourcen langfristig zu sichern

„Im Vertrauen auf unseren Herrn Jesus Christus und unter dem Schutz seiner Gnade bilden die Kirchengemeinden Gorxheimertal, Birkenau und Reisen, Mörlenbach, Zotzenbach und Rimbach die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Bergstraße-Odenwald-Süd.“ So beginnt die Präambel der Satzung, mit deren feierlicher Unterzeichnung die genannten Kirchengemeinden jetzt im Evangelischen Gemeindehaus Birkenau Tatsachen geschaffen haben:

Das protestantische Quintett hat im Zuge des Reformprozesses „ekhn2030“ mit den Unterschriften ihrer Kirchenvorstandsvorsitzenden und deren Stellvertretern sowie den kirchlichen Siegeln bekräftigt, einen „gemeinsamen Weg im Dienst und zur Ehre Gottes“ gehen zu wollen, wie es in der Einleitung weiter heißt: „Diese Verbindung steht im Zeichen der Einheit und des gemeinsamen Glaubens.“ Zusammengefügt wurde sie „mit dem festen Willen, die individuellen Stärken, Traditionen und geistlichen Prägungen jeder einzelnen Gemeinde zu bewahren und zu achten“.

Auf vier DIN-A4-Seiten und in 14 Paragrafen wird geregelt, wie die Zusammenarbeit künftig erfolgen soll. Denn eine solche Gesamtkirchengemeinde ist keine unverbindliche Runde, sondern der verbindliche Zusammenschluss mehrerer Kirchengemeinden unter einem gemeinsamen Dach. Wirksam wird die Unterzeichnung der Satzung zum 1. Januar 2027. Die einzelnen Gemeinden bleiben zwar vor Ort bestehen und behalten ihre Identität, nach außen handelt jedoch nur noch die neue gemeinsame Einheit. Sie übernimmt zentrale Aufgaben wie Verwaltung, Finanzen und Personal.

Geleitet wird die Gesamtkirchengemeinde von einem gemeinsamen Gremium, dem Gesamtkirchenvorstand. Er trifft die wichtigsten Entscheidungen für alle beteiligten Gemeinden. Vor Ort können allerdings zusätzliche Ausschüsse Aufgaben übernehmen, etwa für einzelne Projekte oder Bereiche.

Für die insgesamt fast 8000 Mitglieder der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Bergstraße-Odenwald-Süd ändert sich wenig: Sie gehören weiterhin ihrer örtlichen Gemeinde an, sind aber zugleich Teil der größeren Einheit. Ziel ist es, angesichts sinkender Mitgliederzahlen, reduzierter Kirchensteuereinnahmen und weniger Personal Kräfte zu bündeln, Abläufe zu vereinfachen und die kirchliche Arbeit langfristig zu sichern.

Öffentlichkeitsreferent Michael Ränker, Text redaktionell gekürzt.


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