Eurovision trifft Evangelium: Glitzernder Gottesdienst in Reisen begeistert Besucher

veröffentlicht 18.05.2026, Evangelische Kirchengemeinde Birkenau und Reisen

Unter dem Motto „United by Music – 12 Punkte für Liebe, Hoffnung und Frieden“ verwandelte sich die evangelische Kirche in Reisen am vergangenen Samstagabend: Pfarrer Marcel Albert und Sängerin Jenny Pajovic luden zu einem außergewöhnlichen Gottesdienst zum Eurovision Song Contest ein – mit Musik, Emotionen und einer Botschaft voller Hoffnung.

Schon beim Einzug zur bekannten Eurovisionshymne wurde deutlich: Dieser Gottesdienst sollte anders werden. „Good evening Europe – willkommen in unserer wunderschönen Kirche in Reisen“, begrüßte Pfarrer Albert die zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Zwischen ESC-Hits, bunten Lichteffekten und bewegenden Texten entstand eine Atmosphäre, die Konzert und Gottesdienst auf besondere Weise miteinander verband.

Im Mittelpunkt stand noch einmal die Ostergeschichte der Emmausjünger. Die Geschichte der beiden enttäuschten Jünger, die nach dem Tod Jesu orientierungslos ihren Weg gehen, wurde mit Liedern des Eurovision Song Contest verbunden. Titel wie „Waterloo“, „Satellite“, „Fire“ oder „Ein Lied kann eine Brücke sein“ griffen Themen wie Hoffnung, Zweifel, Gemeinschaft und Neuanfang auf.

In seiner Predigt spannte Pfarrer Albert den Bogen zwischen ESC und Glauben: „Der Eurovision Song Contest zeigt das Auf und Ab des Lebens – Hoffnung und Enttäuschung, Freude und Traurigkeit liegen ganz nah beieinander. Genau das erleben auch die Emmausjünger.“ Besonders bewegend sei die Botschaft deshalb, weil Gott Menschen gerade in schweren Zeiten begleite: „Jesus kommt nicht erst, wenn alles wieder gut ist – er geht mit uns durch Zweifel, Angst und Traurigkeit hindurch.“

Immer wieder wurde deutlich, wie verbindend Musik wirken kann. „United by Music“ sei deshalb nicht nur ein ESC-Motto, sondern auch ein zutiefst christlicher Gedanke, erklärte Albert. Viele Besucher sangen begeistert mit, klatschten im Rhythmus oder ließen sich von den bekannten Melodien mitreißen.

Auch der Hessische Rundfunk interessierte sich für diesen besonderen Gottesdienst und zeigte noch am gleichen Abend einen Kurzclip aus der Reisener Kirche in der Hessenschau. Im Anschluss an den Gottesdienst folgten viele der Einladung noch zu Sekt und Häppchen, die von Daniela Dörsam, Sigrid Schäfer und Angela Tritsch liebevoll zubereitet wurden.

Der außergewöhnliche ESC-Gottesdienst zeigte eindrucksvoll: Kirche kann modern, kreativ und lebensnah sein – und Musik tatsächlich Brücken bauen.